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20160227

STADTENTWICKLUNG: Darmstadt 2030

Langer Lui
Die Darmstädter Mathildenhöhe wurde am 24. Juli 2021 zum Welterbe erklärt, doch in Darmstadt herrscht an anderen Orten akuter Handlungsbedarf. Die Liste auf der "Baustelle" Darmstadt ist lang und betrifft gestalterische Fragen, Entwicklungen in der Architektur, aber auch wirtschaftspolitische Themen.

Die neue Glaskonstruktion des TU Pützerturms ist eine unbefriedigende Lösung und erinnert mit dem Turmabschluss stark an den Beton-Brutalismusbau der St. Agnes Kirche in Berlin.  Die 2021 erbaute Brücke zum Gewerbegebiet West präsentiert sich als kolossales, überteuertes Achterbahn-Ungetüm. Der "Mengler-Bau" auf dem Friedensplatz braucht ein langfristiges Nutzungskonzept. Der Friedensplatz selbst präsentiert sich nach seiner Umgestaltung 2020 als triste Betonwüste. In der Schleiermacherstrasse - eine der wenigen urbanen Straßen in Darmstadt - müsste unbedingt Stadtreparatur betrieben werden und die Baulücken mit kleinteiligen Stadthäusern gefüllt werden. Auch die ehemalige großherzliche Landwirtschaftskammer wartet auf ihre weitere Nutzung.

Mehr als peinlich ist der Zustand des Nord- und Südbahnhofs. Als Entree für Besucher der Wissenschafts- und Digitalstadt und des gefeierten Zukunftsstandortes Nummer Eins Darmstadt ist der gammelige Zustand der besagten Bahnhöfe ein echtes Armutszeugnis. Des Weiteren scheint der verzweifelte Kampf um einen IC-Halt im Zuge des Streckenausbaus, eine unendliche Geschichte zu sein. Auch mit dem Auto sieht es nicht besser aus - fehlende Umgehungsstraßen führen zum täglichen Verkehrsinfarkt - besonders im Berufsverkehr. Der Neubau der Rheinbrücke scheint zu einem Jahrhundertprojekt mit jahrelanger Dauerbaustelle und Umleitungen zu werden. Neben allen ökonomischen Herausforderungen kommt noch der akute Mangel von bezahlbaren Wohnraum, insbesondere für junge Familien hinzu: Es wird schlichtweg zu wenig im unteren Preissegment gebaut. Man kann nur hoffen, dass Darmstadt trotz seiner Finanzprobleme die städtebaulichen Herausforderungen in der Zukunft bewältigen kann.

Ob als Wissenschaftsstadt oder als "digitale Stadt": Darmstadt muss sein vorhandenes Potential besser nutzen. Hier finden sich einige Inspirationsquellen für die zukünftige Stadtgestaltung, die Standortvermarktung und für das Stadtmarketing:

1. Weiterentwicklung der Mathildenhöhe

Das Jugendstilensemble Mathildenhöhe sollte als international vernetztes, interdisziplinäres Designzentrum weiterentwickelt werden. Als multikulturelle "Designcity" etabliert, würden sich herausragende Möglichkeiten für die Stadtvermarktung und die weitere Ansiedlung der "Kreativwirtschaft" ergeben. Die Aktivitäten des Architektursommers 2014 am Osthang der Mathildenhöhe waren ein erster Schritt für eine multiurbane Weiterentwicklung der Mathildenhöhe. Eine gute Nachricht gab es zudem 2021: Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe wurde UNESCO Welterbe-Stätte.  

2. Bauliche Verdichtung an der Rheinstraße
Statt der desolaten Parkplatzbrachen bietet sich die dringend benötigte Ansiedlung einer internationalen Schule, eines "Betahauses" sowie digitalnaher "Innovations Office Space Suites" (s. z.B. "The Hub", Glasgow) und kreativer Lofts nach dem Beispiel der "Kleinschen Höfe" an. Die Darmstädter Rheinstraße könnte auf den Schotterflächen in Richtung Hauptbahnhof zudem mit stadtnahen Townhouses verdichtet werden. Desweiteren wäre eine Erweiterung des gastronomischen Angebotes zur Ergänzung des fußnahen Multiplex-Kinos und zur schon bestehenden Gastronomie denkbar.

3. Belebung der Innenstadt 
Ursprünglich stand auf dem Wilhelminenplatz das historische "Neue Palais". Jetzt fehlt hier eine historisch inspirierte Blochrandbebauung gegenüber vom Staatstheater, um diesen unwirtlichen Ort neu zu strukturieren. Hier würde sich eine gastronomische Nutzung (Ergänzung zur Wilhelmspassage) als Frequenzbringer anbieten, welches weitere Kaufkraft für die City in Darmstadt bindet und der Konkurrenz auf der grünen Wiese Paroli bietet. Des Weiteren müsste in der Luisenstraße der langgestreckte, abweisende "Betonriegel" des Karstadt-Baus zur Fußgängerzone hin baulich geöffnet werden.

4. Stadtreparatur in der Altstadt
Altstadt Darmstadt Holzstraße
In der Darmstädter Altstadt sind umfangreiche stadtbildende Maßnahmen unbedingt nötig. Die derzeitige, teilweise klägliche Bebauung rund um die Stadtkirche muss dringend mit einer altstadtgerechten, kleinteiligen Bebauung z. B. Townhouses aufgewertet werden. Auch altstadtgerechte Häuser mit Mikroapartements für Berufspendler, Studenten und Berufseinsteiger wären denkbar. Dort wo jetzt teilweise Billigläden und austauschbare Ketten residieren fehlen zudem weitere Cafes, Kneipen und kleine Läden. Auch das gastronomische Angebot auf dem Marktplatz sollte weiter ausgebaut werden. 
Neben der lebhaften Krone sollte auf dem - seit Jahren brachliegenden "Saladin"-Gelände" - eine "bauliche Spange" aus Clubs und Cafes Richtung Schlosskeller entstehen. Baulich sollte der historische Jugendstilbau des ehemaligen Kaufhauses Hess (Saladin-Bau) aufgegriffen werden. Der im September 2015 von einer Fachjury gekürte Siegerentwurf entspricht in keiner Weise der exponierten Lage und trägt zudem nicht gerade zur Stadtreparatur bei. 2019 erwarb dann die TU das Gelände. In Bau ist nun ein Internationalen Begegnungs- und Servicezentrums. Nicht zuletzt müsste die Verkehrsschneise Holzstraße zurück gebaut werden und das Areal bis hin zur Teichhausstraße altstadtgerecht verdichtet werden.

5. Instandhaltung öffentlicher Raum und Grünanlagen
Instandsetzung der Brunnen (siehe auch UWIGA-Beschlussvorlage vom 4.08.2006) und Denkmäler, durchgängige Anti-Graffiti-Beschichtungen für öffentliche Gebäude und private Gebäude (s. z.B. Frankfurter Straße am Herrngarten und Herrngartenmauer Schlossgartenstraße) sowie eine stärkere Präsenz und Überwachung des zunehmend vermüllten Herrngarten durch Parkwächter sind dringend geboten. Ziel muss es sein, die zunehmende städtebauliche Verwahrlosung bis hin zum Vandalismus an Denkmälern sowie mutwillige Umweltzerstörungen zu verhindern. Darmstadt macht leider vielerorts einen gammeligen, dreckigen und ungepflegten Eindruck mit vernachlässigten Fassaden und Gärten wie z. B. den teilweise desaströsen Vorgartensituationen am Rhönring und auf der Mathildenhöhe. Die Instandsetzung von desolaten und heruntergekommenen Gebäudefassaden sollte mit einem Fassadenrenovierungsprogramm gefördert werden. Der Woog sollte mit einem "grünen Band" über die "Schotterparkplätze" am Jugendstilbad und der Altstadtgrünanlage hinweg mit der Grünanlage am Schlossgraben zur City hin verbunden werden.

6. Mitbestimmung ermöglichen
Mehr Bürgerbeteiligung durch Einrichtung von Ortsbeiräten in allen Darmstädter Stadtteilen. Etablierung von Stützpunkten für ein dezentrales Quartiersmanagement zur Förderung von Wohnen, Gewerbe und bürgerlichem Engagement.

7. Verkehrspolitik verbessern
Themen in Darmstadt sind beim Verkehr die Einrichtung und Überwachung von 30km-Zonen, Schaffung von Anwohnerparken und weiteren Einbahnstraßen in Wohngebieten, Abschaffung von unnötigen Ampeln ("mehr Kreisverkehr") und Blitzerkästen, Einrichtung von grünen Wellen im Stadtgebiet, die Senkung der Parkgebühren, der Bau einer Stadtumgehung, bessere Park & Ride-Möglichkeiten - Stichtwort "Nordbahnhof" sowie die Verbesserung der Taktung der Buslinien.

8. Zentrum für die Raumfahrt: Luft- und Weltraummuseum als Besuchermagnet
Darmstadt bitte melden! Darmstadt beherbergt das Europäische Raumflug-Kontrollzentrum ESOC und ist damit ein bedeutender Standort der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Diese bedeutende Weltraum-Einrichtung könnte - z. B. mit der Etablierung eines Raumfahrtmuseums - ein größerer Ankerpunkt für die touristische Stadtvermarktung sein. Darmstadt ist eine der europäischen Hauptstädte der Raumfahrt. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum dieses bedeutende und interessante Merkmal der Stadt nicht ausreichend touristisch vermarktet wird. Wie es besser mit der touristischen Vermarktung geht, zeigen andere europäische Luftfahrt- und Raumfahrtstandorte: So kommen ins National Space Centre ins englische Leicester, ins Space Expo in Nordwijk/NL und in den Themenpark "Cité de léspace" in Toulouse/Frankreich jedes Jahr tausende Besucher und staunen über die erlebbare Raumfahrt-Wissenschaft. Darmstadt könnte auch der Standort für ein übergreifendes "Luft- und Weltraummuseum" sein, denn nicht nur das bedeutende Europäische Raumflugkontrollzentrum ESOC hat seinen Sitz in Darmstadt, sondern auch der geschichtsreiche August-Euler-Flugplatz - der erste Flugplatz den es in Deutschland gab. Bei der Konzeption des Museums dürfen dabei natürlich nicht die Fehler wie beim überdimensionierten und unrentablen Bremer "Space Center" gemacht werden. Darüber hinaus könnte sich Darmstadt als Gastgeber für den IAC (International Astronautical Congress) bewerben. Ein bisschen Hoffnung bleibt: Link von 2025 zu evtl. Plänen der ESOC für ein Weltraum-Besucherzentrum in Darmstadt. 

9. Bessere Vermarktung der Waldspirale
Das von Hundertwasser geschaffene Bauwerk "Waldspirale" in Darmstadt ist vermutlich schöner und größer als das Hundertwasser-Haus in Wien. Nur kommen zum Hundertwasser-Haus nach Wien Millionen Touristen und zur Darmstädter Waldspirale nicht einmal ein Bruchteil davon. Auch Magdeburg zeigt z. B. wie man einen Hundertwasserbau bestens vermarktet. In Darmstadt fehlt selbst zur Rast ein ebenerdiges Cafe am Hundertwasserhaus. Von einem Jugendstil-Shop wie in Riga das "Art Nouveau" kann man nur träumen. Bar, Kiosk und Cafe im Hundertwasserhaus sollten wieder vermietet werden. Der ausgetrocknete Teich wieder befüllt werden. Insgesamt gesehen muss zukünftig eine deutlich bessere Vermarktung der Waldspirale realisiert werden. Hundertwasser war seiner Zeit voraus: Bauten wie die 2006 eröffnete Nanyang Universität in Singapur mit ihrem grünen Dach und weitere zeitgenössische ökologische Bauten zeigen das. Darmstadt hätte um die Waldspirale herum ein ökologisches Vorzeigequartier mit Weltgeltung bauen können - doch das wurde leider verpasst.

10. Schaffung Wohnraum
Darmstadt wächst seit Jahren und es herrscht akuter Mangel an bezahlbaren Wohnraum. Die Fluglärmverordnung verhindert vielfach die Ausweisung neuer Wohngebiete. Wo möglich muss nachverdichtet werden und es müssen zentrumsnahe Baulücken im Stadtgebiet geschlossen werden und unnötige Leerstände unterbunden werden. Dabei müssen natürlich nachbarschaftliche, gestalterische und ökologische Aspekte beachtet werden.

11. Wirtschaftspolitik: Ansiedlung der Kreativwirtschaft forcieren
Während in anderen Städten des Rhein-Main-Gebietes riesige Gewerbegebiete aus dem Boden gestampft wurden, sind viele Darmstädter zum täglichen Pendeln gezwungen, weil Darmstadt nicht genügend Jobs bietet und neue Gewerbeflächen knapp  sind und Ansiedlungen nicht zustande kommen (s. Ikea). Hier muss eine offensive Ansiedlungspolitik, unter besonderer Förderung der Kreativwirtschaft (Cluster aus Design, Mode, Musik, Werbung, Kunst, Film und Verlage), zukünftig mehr Arbeitsplätze in Darmstadt schaffen. Einen beispielhaften Ansatz zur Förderung der Kreativwirtschaft findet man z. B. in Frankfurt am Main (s. "Roter Teppich für die Kreativen").   

20110203

Die Darmstädter ALTSTADT-Misere

Altstadt DarmstadtAls im März 1945 die amerikanischen Truppen in Darmstadt einmarschierten, war die Stadt ein einziges Trümmerfeld. Selbst die Feuerwehrleute konnten ihre eigene Feuerwache in der Kirchstraße nicht vor dem Bombenterror und dem Flammenmeer des Feuersturms schützen und standen vor Ruinen.

Darmstädter Altstadt aus dem Stadtgedächtnis gelöscht
Insgesamt wurden 457 Altstadthäuser zerstört - nur 2 Häuser blieben in der Kernaltstadt unzerstört: Die "Krone" - diese steht heute noch - und das gegenüberliegende "Fuchseck" (ehem. Metzgerei Fuchs) welches in der Nachkriegszeit unnötigerweise weggerissen wurde. Wer heute nach Spuren der verloren gegangenen Altstadt sucht, der muss lange suchen: Lediglich im Altstadtmuseum Hinkelsturm gibt es ein Altstadtmodell, das innerhalb der Öffnungszeiten besichtigt werden kann. Ansonsten ist die Altstadt fast komplett aus dem kollektiven Gedächtnis der Darmstädter ausgelöscht: Es gibt kaum noch Zeitzeugen, die die Altstadt wahrhaftig kennen und selbst Bildmaterial, vor allem aus der Zeit um 1933-1944, gibt es kaum zu sehen. So bleiben ein paar Schnappschüsse aus der Jahrhundertwende, die in den Bildbändern über das "alte Darmstadt" die Altstadt als ein altertümliches arme-Leute-Viertel zeigt, das kaum sehenswert gewesen sei.

Planloser Wiederaufbau
Doch das ist nicht mal die halbe Wahrheit. Natürlich gab es "Schmuddelecken" in der Altstadt, aber es gab in der vormals riesigen Altstadt auch einiges Sehenswerte - was die Aufbaugeneration in der Wirtschaftswunder-Euphorie gerne verdrängte. Die Planer der Nachkriegszeit wollten keine Altstadt mehr und etwas "modernes" schaffen: Heraus kamen weitgehend hässliche TU-Gebäude, zugige Freiflächen und graue, von Anpassungsarchitektur geprägte Bauten. Diese Bauten haben nichts mit der früheren Altstadt zu tun und könnte auch auf der grünen Wiese stehen. Wenn die Institute Feierabend haben, ist auf diesem zentrumsnahen Gebiet ein völlig totes Areal ohne Wohnbebauung, Handel und Gastronomie. Hinzu kommt in der Stadt der ausgebildeten Architekten und Stadtplaner die absolute Planlosigkeit: Statt die modernen Bauten im Rahmen einer einheitlichen Gestaltungssatzung zu errichten, zeigt die heutige Altstadt ein gestalterisches Durcheinander. Das teilweise mangelhaft gestaltete Areal zwischen der Holz- und der Teichhausstraße müsste unbedingt verdichtet werden und die nördliche Seite der Landgraf-Georg Straße eine geschlossene Blockrandbebauung erhalten. In der östlichen Altstadt müsste das Areal kleinteilig rund um die Insel/Niebergall-Brunnen und neben dem Pädagog (dort wo das alte Realgymnasium stand und jetzt eine Grünfläche ist) und bei der Soderstraße kleinteilig, bzw. Altstadtgerecht nachverdichtet werden. 

Geschichte und Geschichten rund um die Stadtkirche
Darmstadt bietet in seinem Kern ein unbefriedigendes, städtebauliches Quartier. In anderen Städten bildet die Altstadt die "gute Stube" - denn Zerstörtes wurde wieder aufgebaut. In Darmstadt fehlt dagegen der identitätsstiftende Altstadtflair fast gänzlich. Zumindest die Bauten rund um die Stadtkirche, insbesondere die Kirchstraße hätte man altstadtgerecht wieder aufbauen müssen. Hier spielte das Leben, hier gab es spannende Geschichten wie die um das ungelüftete Geheimnis der Einhorn-Tafel, gastronomische Raritäten wie das Gasthaus Hannibal, das Darmstädter Pfandleihhaus (die heutige Apfelweinstube im Bockshaut war früher Tresor des Pfandleihhauses) und herausragende Persönlichkeiten wie den bekannten Literaturhistoriker und Politiker Georg Gottfried Gervinus und den Jugendstilkünstler Ludwig Habich - die sogar in der altstädtischen Kirchstraße geboren wurden.

Altstadt ins Bewusstsein der Bürger zurückholen
Der etwas verschlafenen Studentenstadt Darmstadt würde eine gestalterische und gastronomische Belebung der Altstadt rund um die Stadtkirche, mit einigen historischen Nachbildungen (siehe Aufbau eines Teiles der Altstadt in Frankfurt/Main), gut tun. Die überkommende Haltung, die verlorene Altstadt ausschließlich mit tristen Bauten der Nachkriegsmoderne zu füllen, hat sich als fataler Irrweg der Stadtplanung erwiesen. Die Ungemütlichkeit der Bauten spiegelt sich oftmals auch im Gewerbemix wieder: Statt kreativer Einzelhandel, sind auch viele Ketten und "Ramschläden" in der heutigen Altstadt zu finden. Leider beschäftigt sich anscheinend auch die heimische Architektur-Fakultät nicht ausreichend mit den historischen Darmstädter Wurzeln - es fehlen die Impulse für die weitere Gestaltung. Fest steht: Die Altstadt mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten sollte wieder einen Platz im Bewusstsein der Darmstädter Bürger finden.
Links zur historischen Kirchstraße und Umgebung: Zeitdokument Zwangsarbeit im 2. WeltkriegCastan Porzellanhandlung, Kirchstraße 5historische Einhorn-Apotheke Stadtkirche.  Eine gute Übersicht über die Geschichte der Altstadt bietet das Altstadtmuseum im Hinkelsturm. Eine kleine Altstadtchronik:
1330 Der erste Teil der Stadtmauer wird gebaut (steht heute noch)
1868 Die neugotische Stadtkapelle am Kapellplatz wird erbaut (heute Gedenkstätte)
1878/79 Das alte Realgymnasium wird erbaut (neben dem Alten Pädagog - nicht mehr erhalten)
1885 Durch Abbruch eines Häuserblocks entsteht der Platz die "Insel"
1905 Der Durchbruch der Landgraf-Georg-Straße beeinträchtigt das Altstadtgefüge
1930 Der Niebergallbrunnen mit dem Datterich von Well Habicht wird auf der Insel eingeweiht (Brunnen steht bis heute dort)
30iger Jahre Altstadtsanierungen (u.a. Freilegung Fachwerk Schlossgasse 7)
1945 Die Altstadt ist im Luftkrieg komplett zerstört

Alle Angaben ohne Gewähr.  qs